Fast-Track-Chirurgie

 

 

Fast-Track in der elektiven Abdominalchirurgie bedeutet keine neue bessere Chirurgie, sondern bezieht sich vielmehr auf die optimale Vorbereitung und perioperative Behandlung von Patienten. Ein Fast-Track-Konzept besteht aus mehreren unverzichtbaren Bausteinen, die aufeinander abgestimmt sein müssen:

 

Ein wesentlicher Bestandteil besteht in der Vermeidung der präoperativen Nüchternheit. Wie ein Sportler sollte auch der Patient auf die Belastungssituation vorbereitet werden, d.h. mit kohlehydratreicher Kost am Vortag und einem kohlehydratreichen Getränk 2 Stunden vor der Operation.

 

Ein weiterer Eckpfeiler und Mitbedingung für die präoperative Ernährung ist der Verzicht auf die präoperative Darmlavage bei elektiven Darmeingriffen.

 

Wesentlich für das Fast-Track-Konzept ist eine adäquate Schmerztherapie, die durch eine Periduralanästhesie erreicht werden kann. Dies erlaubt es auch, den Patienten bereits am Operationstag zu mobilisieren und er kann, sobald er wach ist,  bereits trinken und am Abend ein Joghurt zu sich nehmen.  Am Tag nach der Operation erhält der Patient Normalkost und wird 3 x tgl. für mindestens 2 Stunden mobilisiert. Die frühzeitige und konsequente Mobilisierung, die durch dieses Gesamtkonzept erst ermöglicht wird, führt zur Wiederherstellung der Körperfunktionen in kürzester Zeit und vermeidet perioperative Komplikationen.

 

Zusammenfassung:

Der Grundgedanke der Fast-Track-Chirurgie besteht darin, äußere Eingriffe in den Organismus auf ein Minimum zu beschränken und die selbstregulierenden Kräfte des Körpers zu mobilisieren, damit die Kaskade aus Angst, Stress, Abhängigkeit, Organfunktionsstörungen, Immobilisation und daraus resultierende Komplikationen wirkungsvoll durchbrochen werden kann.

 

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